Reader Gewaltp NRW online

106 hen speziell geschulte Medienpädagog/-innen in Schulen, um gemein- sam mit Jugendlichen zu den Herausforde- rungen im Umgang mit Social Media-Angebo- ten zu arbeiten. So sol- len sie Möglichkeiten kennenlernen, soziale Netzwerke positiv für sich zu nutzen. www. grimme-institut.de unter Projekte Amadeu Antonio Stiftung Die Amadeu Antonio Stiftung arbeitet seit 1998 gegen Antisemi- tismus, Rassismus und Rechtsextremismus. Mit der Broschüre „‚Geh sterben!‘ – Umgang mit Hate Speech und De- battenkultur im Inter- net“ widmet sie sich den Themen Hate Speech und Debattenkultur, gibt einen Überblick über aktuelle Erscheinungsformen von Hate Speechunddiskutiert Lösungsansätze. www. amadeu-antonio-stiftung.de nonazi.net „nonazi.net – für soziale Netzwerke ohne Na- zis!“ ist ein Projekt der Amadeu Antonio Stif- tung und richtet sich an junge Nutzerinnen und Nutzer zwischen 13 und 18 Jahren. nonazi.net findet sich auf Facebook, YouTu- be und Twitter – also dort, wo Jugendliche sich aufhalten. Hier gibt es Informationen zu tagesaktuellen, politischen Entwicklungen oder Handlungstipps im Umgang mit Hate Speech. www.facebook.com/nonazinet 9 1/2016 FORUM Materialien Geh sterben. Umgang mit Hass- botschaften im Netz. (Amadeu Antonio Stiftung) Hass in der Demokratie begegnen. Materialien für den Unterricht. Modul 4. (Medien in die Schule) Widersprechen! Aber wie? Arbeitsmaterialien mit Praxishandbuch. (Bundeszentrale für politische Bildung) Klickt´s? Geh Nazis nicht ins Netz. (jugendschutz.net /LPR) Liken. Teilen. Hetzen. Neo-Nazi Kampagnen in sozialen Netzwerken. (Amadeu Antonio Stiftung) Ethik macht Klick. Werte-Navi fürs digitale Leben. (klicksafe) Hass im Netz – Wie gehen wir damit um Ein Überblick über Initiativen, Projekte und Materialien gegen Hate Speech Der Begriff „Hate Speech“ gewinnt weiter an Bedeutung: Die Menge und Lautstärke an Hasskommentaren in sozialenNetzwerken in der Flüchtlingsdebatte, aber auch gegenüber anderenMinderheiten, wächst. DieKommen- tarspalten von Rassismusgegner/-innen und Flüchtlingsunterstützer-/innenquellenoffen- bar über von grenzüberschreitender Wut und Zynismus. Zunehmend wird deutlich, dass rechtes Gedankengut in unserer Gesellschaft fest verankert scheint. Sich imNetz anonym und sanktionsfrei bewegen zu können, scheint dem Hass die beste Plattform zu geben: Dis- kussionen sind online weitaus enthemmter, respektloser und aggressiver als face to face. Im Zuge dessen haben sich in den vergangenen Monaten zahlreiche Gegenaktionen und Initiativen gebildet. Auch erste Materialien zum Phänomen Hate Speech sind erschienen. Wie können wir gegen Hetze im Netz vorgehen? Was kön- nen wir präventiv tun? Wie reagieren Politik und Anbieter darauf? Hashtags in sozialen Netzwerken Unter verschiedenen Hashtags gibt es auf Twitter, Facebook, YouTube usw. Gegenaktionen – teils mit prominenter Un- terstützung –, um gegen Hate Speech online aktiv zu wer- den. Ziel ist, auf das Thema aufmerksam zu machen und Nutzer/-innen zur aktiven Be- teiligung aufzurufen. Populäre Hashtags sind #nohate #mund- aufmachen #refugeeswelcome #ausnahmslos oder #YouGeHa (YouTuber gegen Hass). LfM-Appell gegen Hate Speech #nohatespeech: Appell der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) für Meinungsfreiheit und gegen Diskriminierung und Hetze im Internet: Zeichnen unter www.lfm-nrw.de/aktuelle-mel- dungen/ Task Force – Gemeinsam gegen Hassbotschaften Bundesjustizminister Heiko Maas hat ge- meinsammit Facebook, Twitter, Google und zivilgesellschaftlichen Organisationen die „Task Force“ gegen Hate Speech gegründet. Im Dezember 2015 stellte sie ihre ersten Er- gebnisse zum „Umgang mit rechtswidrigen Hassbotschaften im Internet“ vor. Vereinbart wurden konkrete Maßnahmen zur Bekämp- fung vonHassinhalten im Internet: DieMelde- Tools auf Facebook sollen nutzerfreundlicher gestaltet werden. Ab sofort gilt bei der Einordnung von Verstößen deutsches Recht und nicht mehr nur die Community- Guidelines. Ziel ist außerdem, Verstöße bzw. rechtswidrige Inhalte innerhalb von 24 Stun- den von der Plattform zu lö- schen. OCCI – Online Civil Courage Initiative Parallel antwortet Facebook mit Netz-gegen-Nazis und der Amadeu Antonio Stiftung mit der europaweiten „Online Civil Courage Initiative (OCCI)“: Sie will Extremismus und Hassre- de im Internet mit „Counter Speech“ bekämpfen. Hierzu will Facebook Organisationen, die präventiv tätig sind, fi- nanziell unterstützen sowie Experten zusammenbringen, um Instrumente gegen Hate Speech zu entwickeln. Auch will Facebookmit Forschungs- instituten zusammenarbei- ten und deren Erkenntnisse miteinbeziehen. BRIcKs / Grimme Institut Geme i n s am mi t S o c ia l - Media-Exper t/-innen und Medienpädagog/-innen sind Trainingsmodule und Hilfs- mittel entwickelt worden, die jungen Usern als praktisches Hilfsangebot im Umgang gegen Hate Speech dienen können. In den 2016 statt- findenden Workshops ge- Silke Knabenschuh (AJS) silke.knabenschuh@mail.ajs.nrw.de AJS FORUM 1-2016.indd 9 21.03.16 12:13

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