Reader Gewaltp NRW online

18 38 Die Prävention von Jugenddelinquenz und Gewalt gehörte lange Zeit nicht zu den „klassischen“ Jugendschutzthemen wie Jugendmedienschutz oder Suchtprä- vention. Die wachsende Ablehnung von Gewalt in der Gesellschaft hat dazu ge- führt, dass der erzieherische Kinder- und Jugendschutz gewaltpräventive Maßnah- men inzwischen zu seinen Kernaufgaben zählt. Kinder und Jugendliche zu selbst- und sozial verantwortlichen Persönlich- keiten zu erziehen, ist ein Gewinn für alle. Gewaltpräventive Angebote haben sich immer breiter etabliert und genügen zu- nehmend qualitativen Ansprüchen. Kriminalitätsentwicklung und Problemeinschätzung In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre alar- mierte der Anstieg der registrierten Straf- taten von Jugendlichen Politik und Öf- fentlichkeit. Jugendkriminalität wurde als „schwerwiegendes gesellschaftliches Pro- blem“ 1 gesehen. Dies veranlasste die Inter- ministerielle Arbeitsgruppe zur Verhütung und Bekämpfung der Jugendkriminalität (IAK) in Nordrhein-Westfalen, die Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen für die Prä- vention von Jugendkriminalität zu gewin- nen und ihnen dazu geeignete Materialien zur Verfügung zu stellen. Die Aktion Ju- gendschutz NRW – heute Arbeitsgemein- schaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle Nordrhein-Westfalen e. V. – wurde beauftragt, eine Arbeitshilfe für pä- dagogische Fachkräfte zu entwickeln. Eine interdisziplinäre Projektgruppe bei der AJS erstellte die Arbeitsmappe Jugend- kriminalität – Wir diskutieren mit über 40 Unterrichtsbausteinen zu allen kinder- und jugendrelevanten Deliktsbereichen, 1 Erlass des Kultusministers NRW v. 12.12.1979. Carmen Trenz Von der Kriminalprävention zur Förderung der Sozialkompetenz Jugendkriminalität und Gewaltprävention „Sie steigt, sie steigt nicht, sie steigt ...“ 60 Jahre AJS Finale.indd 38 12.10.13 17:27 Carm Trenz Von der Kriminalprävention zur Förderung der Sozialkomp tenz Jugendkr minali ät und Gewaltprävention 38 Die Präventi von Jug nddeli quenz und Gewalt g hörte lange Zeit nicht zu den „klassischen“ Jugendsc utzthemen wie Jugen medienschutz oder Suchtprä- vention. Die wachsend Ablehnung von Gewalt in d r Gesellsc ft h t dazu ge- führt, ass der erz eherische Kinder- und Jugendschutz gewaltprä ntive Maßnah- men inzwischen zu sein Kern ufgaben zählt. Kinder und Jugendliche zu selbst- und sozial veran wortlich n Persönlich- keiten u erziehen, ist in Gewinn für alle. Gewaltprä ntive Ang bote haben sich imm r b i er etabliert und ügen zu- n hmend qualitativen Ansprüchen. Kriminalitä sentwickl g und Problemeinschätzung In d r zweiten Hälfte der 1970e J h e alar- mierte der Anstieg der registrier en Straf- tate von Jugendlichen Politik und Öf- fentlichkeit. Jugendkriminalität wurde als „schwerwiegendes gesellschaftliches Pro- blem“ 1 g sehen. Dies veranlasste die Inter- minist riell Arbeitsgruppe zur Verhütung und Bekämpfung der Jugendkriminalität (IAK) in Nordrhein-Westfalen, die Schulen nd Jugendhilfeeinrichtungen für die Prä- ventio von Jugendkriminalität zu gewin- en u d ihnen dazu g eignet M t rialien zur Verfügung zu stellen. Die Aktion Ju- gendschutz NRW – heut Arb itsgemein- schaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle Nordrhein-Westfalen e. V. – wurde be uftragt, ein Arbeitshilfe für pä- dagogische Fachkräfte zu entwickeln. Eine interd sziplinä e Projektgruppe b i der AJS erstellte die Arbeitsmappe Jugend- kriminalität – Wir diskutieren mit über 40 Unterricht bausteinen zu alle kinder- und jug ndrelevant n Deliktsbereichen, 1 Erlass des Kultusministers NRW v. 12 12.1979. ä „Si steigt, i steigt nicht, i steigt ...“ 60 ahre AJS Finale.indd 38 12.10.13 17 1 Grundlagen Strukturen Handlungsformen •60JahreKinder-undJugendschutzinNordrhein-Westfalen Jugendschutz Jugendschutz einschaft d Jugendschutz lleNordrhein-Westfalen e.V. Grundlagen•Strukturen•Handlungsformen

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