Reader Gewaltp NRW online
240 ein „Coolness- und Deeskalationstraining“ für den Bereich der weiterführenden Schulen führen den Weg der Gewaltprävention fort. Wohlfühlbereich für Kinder Das Präventions- und Handlungskonzept setzt zudem außerhalb von Schule und Kin- dergarten an. So gehören groß angelegte Jugendschutzkontrollen sowie Aufklärungs- und Öffentlichkeitskampagnen im Bereich „Alkohol und Gewalt“ ebenso zum Konzept wie der Projektbaustein „Sichere Räume für Kinder“. Unterschiedliche Aktionen in den verschiedenen Stadtteilen und Schulen sollen für die Kinder einen „gesicherten Wohlfühlbereich“ schaffen. Der Kinder- und Jugendpreis für Zivilcourage „MarleKiNmacht Mut“, der seit 2011 als Preis des Marler Kinder Netzwerkes (MarleKiN) durch die Stadt Marl verliehenwird, rundet das Gesamtkonzept ab. Mit demPreis werden Kinder und Jugendliche geehrt, die sich in besonderer Weise für ande- re eingesetzt oder ihreHilfe angebotenhaben. Mittlerweile haben sich die Projektinhalte erweitert und modernisiert. Beispielsweise greift das Projekt die Rechtsradikalisierung und salafistischeRadikalisierung von Jugendlichen präventiv auf. Dabei setzen die Verantwort- lichen auf die Stärkung von Kindern und Jugendlichen, um sie für Botschaften dieser Grup- penunempfänglich zumachen. Erstellt worden ist das Präven- tions- und Handlungskonzept von der vom Kinder- und Ju- Gemeinsam gegen Gewalt in Marl „Präventions- und Handlungskonzept gegen Gewalt in Marl“ wird fortgeschrieben Prävention gegen Gewalt wird in Marl groß geschrieben. Seit fünf Jahren arbeitet die Stadt mit einem nachhaltig angelegten „Präventions- und Handlungskonzept ge- gen Gewalt“. Kinder und Jugendliche wie Multiplikator/-innen können sich in verschie- densten Projekten, Workshops und Trainings mit dem Thema Gewalt auseinandersetzen und Konfliktlösungsstrategien erproben. Jetzt ist die Arbeit der vergangenen Jahre in einer gemeinsamen Sitzung von Kinder- und Jugendhilfeausschuss, Schulausschuss und Sozialausschuss vorgestellt worden. Einstimmiger Beschluss: Das Projekt wird weitergeführt. Der Rat der Stadt Marl hat dies aufgegriffenunddas Projekt für denZeitraum 2015 bis 2020 fortgeschrieben. Zum Konzept gehören neben detaillierten Analysen und Bewertungen zur Kinder- und Jugendgewalt konkrete Maßnahmen und Standards zur Gewaltreduzierung. Mit speziellen Trainingsangeboten in Kinderta- geseinrichtungen und einemBeratungs- und Informationsangebot für junge Eltern setzt das Konzept bereits im Vorschulalter erste Akzente. Körperbezogene Trainingsangebote im Grundschulalter sowie 8 1/2016 FORUM Dimitria Bouzikou (AJS) bouzikou@mail.ajs.nrw.de gendhilfeausschuss beauftragten „Fach- gruppe für Kinder- und Jugendgewalt“. Dem Expertengremium gehörten rund 20 Fachkräfte aus verschiedenen Abteilungen des Jugendamtes und von freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, der Polizei, den Schulen, Kitas, Familienbildungsstätten und Beratungsstellen an. Zwar gab es inMarl schon vor 2010 zahlreiche Projekte undMaßnahmen der Gewaltprävention in Kitas und Schulen, aber das vorgelegte ganzheitliche Konzept ermöglicht es, dieMaßnahmen nochmehr auf- einander abzustimmen und zu vernetzen. Dies hat 2013 auch Innenmimister Ralf Jäger zum Anlass genommen, der gesamten Fachgruppe, der Polizeipräsidentin Recklinghausens sowie dem Marler Bürgermeister den „Landespreis für Innere Sicherheit 2012“ zu verleihen. Die Beteiligten im Netzwerk und der Koor- dinator und Ansprechpartner des Projektes Uli Häring vom ESM-Jugendbüro stellen gerne das komplette schriftliche Konzept sowie eine verkürzte Präsentation als PDF zur Nutzung zur Verfügung, damit andere Kommunen oder Einrichtungen von den Erfahrungen und Inhalten profitieren kön- nen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an: jugendbuero@esm.de .
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